Aktuellmeldungen Arbeit im Wandel

Einladung zur Veranstaltung der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund "Globale Geschichte der Arbeit" - Bisherige Resultate und Hinweise für die aktuelle Diskussion zur Arbeit der Zukunft am 15. September in Berlin.

Die Forschungen zur Geschichte der Arbeit und die aktuellen Diskussionen zur Zukunft der Arbeit haben einen klaren Fokus auf einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt unseres Planeten: Europa und Nordamerika. Wenngleich der größte Teil der Wirtschaftsleistung, 50,4 % des BIP, in Europa und Nordamerika erbracht wird, leben hier nur 12,3 % der Weltbevölkerung. Die Global Labour History setzt hier einen klaren Kontrapunkt. Entgegen dem Eurozentrismus und einem methodologischen Nationalismus, der die Geschichte der Arbeit als Teil der Geschichte einzelner Nationalstaaten sieht, fokussiert die Global Labour History auf die globale Arbeitsgeschichte und „auf die transnationale und sogar transkontinentale Untersuchung von Arbeitsverhältnissen und sozialen Bewegungen der ArbeiterInnen im weitesten Sinne des Wortes“. Ihr Untersuchungszeitraum erstreckt sich vom Wachstum des Weltmarktes seit dem 14. Jahrhundert bis in die Gegenwart.


Folgende Fragen wollen wir diskutieren: Wie kann man die aktuellen Diskussionen zur Zukunft der Arbeit aus ihrem Eurozentrismus in eine globale Perspektive stellen? Was kann die Global Labour History zum besseren Verständnis der Geschichte und Zukunft der Arbeit in Europa und Nordamerika beitragen? Wie beeinflussen die Veränderungen der Arbeit in Europa und in den USA die Arbeitsverhältnisse in anderen Ländern? Welche transnationalen Beziehungen gibt es und wie verändern sie sich? Was bedeuten diese
Veränderungen für transnationale/internationale Wertschöpfungsketten?

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