Demografie und Demokratie. Zur Politisierung des Wohlfahrtsstaates

Datum: Mittwoch, 06. März 2013, 19.00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin- Mitte
Livestream auf www.boell.de/stream
 
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Verlag Hamburger Edition
 
mit den drei Autor/inn/en:
Prof. Dr. Jens Kersten, Prof. Dr. Claudia Neu, PD Dr. Berthold Vogel
Moderation: Jürgen Kaube, FAZ, Ressortleiter Geisteswissenschaften
 
 „Die Gesellschaft altert, die Bevölkerung schrumpft, regionale Ungleichgewichte zwischen verlassenen Orten und wachsenden Städten nehmen zu. Die daraus entstehenden Konflikte, Verteilungskämpfe, die  Anforderungen an Integration beeinflussen Gestalt, Form und Mentalität des Sozialen. Politische Aushandlungsprozesse werden zum bestimmenden Faktor des Wohlfahrtsstaates. Ist der Wohlfahrtsstaat flexibel genug, den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen?“
 
Danach fragen die drei Autor/inn/en des Buches "Demografie und Demokratie". Demografie und Demokratie stehen für sie nicht im grundsätzlichen Konflikt zueinander. "Die demografische Entwicklung, verstanden als das Zusammenwirken von Geburtenrückgang, Wanderungsbewegung und Langlebigkeit der Bevölkerung, darf weder dämonisiert noch idealisiert, sondern muss als sozialer Wandel akzeptiert  werden. Diese Entwicklung ist nach unserer Überzeugung demokratisch gestaltbar, ohne die Grundlagen des
Wohlfahrtsstaates zu zerstören."